1993 begann alles. Etwa 8000 qm „gepflegter Brache“ warteten auf die gestaltende Hand. Zusammen mit dem holländischen Gartenarchitekten Jörn Copijn aus Utrecht erstellten wir eine lange Wunschliste an unterschiedlichsten Themengärten. Das Ensemble von Gartenzimmern sollte so spannend sein, dass man die umgebende Stadt vergisst, ja eine Illusion eines Landsitzes sollte in mitten von Häusern entstehen. Buchenhecken, sowie Mauern und Rankgitter sollten die Wände der „Zimmer“ werden, in denen sich die Pflanzen wohl fühlen, eine Allee mit hoher Taxushecke sollte wie ein „Flur“ dem Garten sein Rückgrad verleihen. Wir planten ein ganzes Jahr lang. Nicht nur Bäume und Heckenpflanzen, sondern auch Mauersteine und verschiedene Wegbeläge, Metallbögen und ein Glashaus wurden ausgewählt. Detaillierte Pflanzpläne faxten zwischen Holland und Köln, wunderschöne Zeichnungen beflügelten die Fantasie.
August 1994 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Schwere Fahrzeuge, große Bäume und struppige Buchsbäumchen, Klinkersteine und Kiesel und eine Heerschar von Gärtnern bevölkerten das herbstlich matschige Grundstück. Generalstabsmäßig wurde von unserem Haus zur gegenüberliegenden Straßenseite der Garten schrittweise angelegt. Langsam wurde die schönen Pläne Realität und im Mai 1995 verließen die Erbauer das Grundstück. Immer werden wir uns an die Prophezeiung von Jörn Copijn erinnern: „Wir haben viel getan, aber die Natur wird uns ein Vielfältiges schenken“. Heute können wir selbst kaum glauben, dass der so reif wirkende Garten erst ein gutes Jahrzehnt alt ist.
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